Bei der Einrahmung eines Bildes mit einem Bilderrahmen sind vier verschiedene Punkte, die sich grundsätzlich auf die Wirkung und Funktion beziehen, zu beachten: Farbe, Material, Größe und Schutz.
Um gleich zu Anfang ein bevorstehendes Missverständnis aus dem Weg zu räumen, sei hier gesagt, dass es grundsätzlich keine festen unumstößlichen Regeln für die Wahl eines Bilderrahmens geben kann. Allein durch die Ausdehnung der Kunstgrenzen im vergangenen Jahrhundert sowie der zwar sehr alten aber immer noch vergeblichen Suche nach einer allgemeingültigen Definition des guten Geschmacks ist es sicherlich unmöglich in Bezug auf das Einrahmen eines Bildes eine per se richtige Anleitung zu formulieren.
Vielmehr soll es das Ziel sein, in diesem Zusammenhang auf die wichtigsten Faktoren hinzuweisen und deren grundsätzliche Wirkungen aufzuzeigen.
Dabei lassen sich vier Punkte herausarbeiten:
Zum eine ist die Farbwahl entscheidend, also die Entscheidung, ob die Farbe des Rahmens mit der allgemeinen Färbung des Bildes in Einklang oder Kontrast stehen sollte. Denn bei einem zu starken Kontrast wird der Blick vom Bild weg geführt, während der Einklang das Bild als den eigentlichen Blickpunkt beibehält. In diesem Sinne ist auch der nächste Punkt, die Wahl des Rahmenmaterials zu verstehen. Hierbei kann unter anderem zwischen Holz, Metall oder Plastik entschieden werden sowie über eine matte, glänzende oder konturierte Oberfläche.
Ein weiterer Punkt ist das Größenverhältnis zwischen Bild und Rahmen. Um die Konzentration auf dem Bild zu belassen, empfiehlt es sich, eine ausgewogene Proportion zu wählen, die zusätzlich noch durch ein Passepartout ausgeglichen oder verstärkt werden kann. Der letzte Punkt, die Verwendung von Glasscheiben, ist sowohl unter ästhetischen wie auch schützenden Aspekten zu betrachten. Während Drucke und Fotos durch eine Glasscheibe eher qualitativ aufgewertet werden, so wird zum Beispiel bei Gemälden eher selten mit einer Verglasung gearbeitet. Zusätzlich sollten auch in Bezug auf Lichtdurchlässigkeit und Reflexion die verschiedenen Glasarten, die bei Bilderrahmen verwendet werden berücksichtigt werden.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Bilderrahmen und Bild stets in einem Verhältnis zu einander stehen und dieses durch die eben angeführten Punkte beeinflusst wird.
1 Antwort bis hierher ↓
sonnenkaiser // Juni 2, 2008 um 11:42 |
Kleider machen Leute – Rahmen machen Bilder!
Diese Analogie kann man wohl ziehen. Kleider erfüllen natürlich in erster Linie den funktionalen Zweck zum Schutz vor der Witterung. Genauso schützt der Bilderrahmen das Bild vor äußeren Einflüssen.
Kleidung geht in seiner kommunikativen Wirkung natürlich deutlich über den funktionalen Aspekt hinaus und zeigt an, als wer man sich fühlt.
Genauso erzielen verschiedene Bilderrahmen unterschiedliche Wirkungen des Bildes und lassen es in einem ganz anderen Blick erscheinen.
Eine passende Analogie, finde ich!